BMS für Rechenzentren

Unsere Eigenentwicklung bringt Stromversorgung, Kühlung und Sensorik in ein verständliches Anlagenbild.

BMS und Elektrotechnik in Frankfurt / Rhein-Main

Was ist ein BMS im Rechenzentrum?

Ein Building Management System (BMS) überwacht die Infrastruktur, von der die IT eines Rechenzentrums abhängt: Strompfade vom Trafo bis zur Rack-PDU, USV, Generatoren, Kühlung, Temperatur, Feuchte, Leckage und Brandmeldezustände. Es zeichnet Messwerte auf, alarmiert nach Priorität und hält einen nachvollziehbaren Verlauf für das Betriebsteam fest.

Nicht zu verwechseln mit einem Batterie­management­system, das die Zellen einer USV-Batterie überwacht.

Leitansicht von BMS Demo 2 mit der Versorgungskette vom Generator bis zur PDU, zwei Datenhallen und einem kritischen Alarm für Trafo A
BMS Demo 2 mit simulierten Daten: Trafo A ist ausgefallen, USV A versorgt Seite A aus der Batterie, bis der Generator startet.

BMS, GLT, DCIM und EPMS: die Unterschiede

SystemZweckDatenquellenTypische Nutzer
BMSBuilding Management SystemGebäudetechnik überwachen, alarmierenStrom, Kühlung, Raumklima, Leckage, BrandmeldungenBetriebsteam
GLTGebäudeleittechnikGewerke wie HLK und Licht steuern, oft gleichbedeutend mit BMSAutomationsstationen, FeldgeräteHaustechnik
DCIMData Center Infrastructure ManagementRack-Fläche, Strom und Kühlung planenAssets, Rack-PDUs, IT-LastKapazitätsplanung
EPMSElectrical Power Monitoring SystemEnergie und Netzqualität auswertenMessgeräte, Schutzrelais, SchaltanlagenElektrofachkräfte

Was ein BMS im Rechenzentrum überwacht

Strompfad
Trafos, Schaltanlagen, USV, Generatoren und PDUs; Power-Meter für kWh, A, V, PF, THD.
Kühlung
Zustand der Kühlgeräte, verfügbare Kühlleistung und Leistungsaufnahme.
Raumklima
Temperatur an Rack-Eintritt und -Austritt, relative Feuchte, Taupunkt.
Leckage
Kabel- oder Punktsensoren in definierten Zonen, geprüfte Alarmkette.
Brandschutz
Zonen und Zustände aus dem vorhandenen Rauchansaugsystem (ASD).

Passt in Ihre bestehende Infrastruktur.

Projektspezifische Integrationsoptionen, je Installation mit Ihrem Team abgestimmt:

  • SNMP v2c/v3
  • Modbus TCP/RTU
  • BACnet IP
  • REST API
  • MQTT
  • OPC UA
  • IPMI
  • Redfish

Vom Piloten zur Abnahme: der Projektablauf

  1. Was wir für einen BMS-Piloten benötigen

    Anlagenübersicht, Protokolle, Datenpunktlisten, Messorte und gewünschte Alarmwege.

  2. Datenqualität vor Visualisierung

    Quelle, Einheit, Intervall und Plausibilitätsgrenzen für jeden Datenpunkt.

  3. Alarmmatrix statt Meldungsflut

    Grenzwerte, Verzögerungen, Prioritäten und Eskalationswege, gemeinsam festgelegt.

  4. Abnahme mit nachvollziehbaren Tests

    Einspeisung verloren, USV auf Batterie, Kühlgerät gestört: Jeden Test gibt der Betreiber frei.

BMS für Ihr Rechenzentrum besprechen

Die BMS-Demos ausprobieren

Historie und Alarmjournal in BMS Demo 2 mit quittierter CRAC-Störung und einem Trafo-Alarm, herabgestuft von kritisch auf Warnung
Das Alarmjournal in BMS Demo 2: Auftreten, Quittierung und Schweregradwechsel als getrennte Ereignisse.
Grundriss von BMS Demo 1 mit Rack-Auslastung, Temperaturen in Kalt- und Warmgang und Systemleiste

BMS Demo 1

Schnelle HTML-Vorschau mit Floor-Plan, Power-Ansicht und Kapazitäts-Simulation für Präsentationen.

BMS Demo 1 öffnen
Messwert-Historie in BMS Demo 2: IT-Last in kW im Zeitverlauf mit Mittelwert, Minimum und Maximum

BMS Demo 2

Live-Simulation in React und SVG: Hallenmodell, Strompfade, Alarme und Historie.

BMS Demo 2 öffnen

Fragen zum BMS im Rechenzentrum

GDS verbindet BMS-Eigenentwicklung mit Elektrotechnik und Infrastrukturleistungen für Rechenzentren.

Was bestimmt die Kosten eines BMS-Projekts?

Vor allem die Zahl der Datenpunkte und Feldgeräte, die Schnittstellen zu bestehenden Anlagen und ihre Protokolle, Alarmmatrix und Alarmwege, Historian, Rollen und Aufbewahrung sowie der Umfang der Abnahmetests. Diese Punkte legen wir gemeinsam fest, wenn wir den Pilotumfang abgrenzen.

Lässt sich unsere bestehende GLT anbinden?

Über die Schnittstellen, die Ihre Anlage bereits bietet, etwa BACnet, Modbus oder SNMP: Das sind projektspezifische Integrationsoptionen. Wir starten mit Ihren Protokollen und Datenpunktlisten und stimmen jede Anbindung im Pilotumfang ab. An die öffentliche Demo ist keine Anlage angebunden.

Sind Sie an einen Hersteller gebunden?

Nein, wir arbeiten herstellerübergreifend. Reale Feldgeräte wählen wir passend zu Anlage, Schnittstellen und Prüfanforderungen aus, einschließlich Messbereich, Genauigkeit, Kalibrierung und Zertifikaten. Die Gerätekategorien auf dieser Seite sind Projektbausteine, kein freigegebener GDS-Hardwarekatalog.

Was unterscheidet ein BMS von DCIM?

Ein BMS überwacht die Gebäudetechnik: Strompfad, Kühlung, Raumklima, Leckage und Brandmeldezustände, mit Alarmen und Verlauf. DCIM verwaltet die IT-Seite: Rack-Fläche, Strom- und Kühlkapazität, Assets und Verbindungen. Viele Betreiber verbinden beides; die Anbindung bestehender DCIM-Systeme stimmen wir projektspezifisch ab.

Wo liegen die Daten, und wie sind sie geschützt?

In der Demo bleibt die Historie lokal in Ihrem Browser (IndexedDB), und Bedienernamen sind Labels, keine authentifizierten Benutzer. Eine echte Anlage braucht eine abgestimmte Datenpunktliste, getestete Geräteanbindung, sichere Benutzerrollen, zentrale Speicherung und Backups; Berechtigungen, Historian und Aufbewahrung legen wir mit Ihrem Team fest.

Wie hilft der Alarmverlauf?

Bei einem Trafo-Ausfall kann das Betriebsteam den Wechsel auf USV-Batterie und Generator nachvollziehen. Quittierung dokumentiert die Kenntnisnahme, nicht die Behebung. Messwert-Trends unterstützen die gemeinsame Ursachenanalyse.

Bereit für ein BMS, das mitdenkt?

Ob Neuinstallation oder Migration: Wir beraten Sie unverbindlich und finden die richtige Lösung für Ihr Rechenzentrum.