Rechenzentrum bauen: Ablauf, Technik, Kosten

GDS Datacenter Solutions baut Datenhallen schlüsselfertig aus: 150+ Fit-outs deutschlandweit, von der Planung bis zur Betreuung.

Ablauf eines Rechenzentrumsbaus

Fünf Phasen, die sich teils überlappen.

  1. Planung

    Leistung, Redundanz, Kühlkonzept und Netzanschluss legen fest, was gebaut wird.

  2. Rohbau (Shell & Core)

    Gebäudehülle, Tragwerk, Technikräume und Anschlüsse. Am Ende steht eine leere, dichte Halle.

  3. Fit-out

    Doppelboden, Trassen, Stromverteilung, Kühlung, Einhausungen und Racks machen daraus eine Datenhalle. Rechenzentrum-Fit-out im Detail

  4. Inbetriebnahme

    Jedes System wird einzeln und im Verbund geprüft, unter Last und mit simulierten Ausfällen.

  5. Betrieb

    Wartung, Prüfungen und Störungsbehebung, überwacht von einem Building Management System.

Stromversorgung und Notstrom

Vom Netzanschluss bis zur PDU im Rack, für hohe Verfügbarkeit redundant aufgebaut.

Einspeisung
Mittelspannung vom Netzbetreiber, Transformatoren und Niederspannungs-Hauptverteilung.
Stromschienen
Verteilen die Leistung über den Rack-Reihen; Abgangskästen versorgen die PDUs.
USV
Überbrückt Netzstörungen ohne Unterbrechung, statisch mit Batterien oder rotierend mit Schwungmasse. USV-Anlagen für Rechenzentren
Netzersatzanlage
Dieselaggregate übernehmen bei längerem Netzausfall; Probeläufe unter Last gehören zum Betrieb.
Elektrotechnik für Rechenzentren in Frankfurt
Transformator, von dessen Niederspannungsanschlüssen Kupfer-Flexverbinder zur Stromschiene führen
Einspeisung: Kupfer-Flexverbinder führen vom Transformator zur Stromschiene.

Kühlung und Luftführung

KonzeptPrinzipIm Ausbau
LuftführungUmluftgeräte bringen kalte Luft über Doppelboden oder Raum vor die Racks.Lochplatten, Blindplatten, dichte Kabeldurchführungen
Kalt- und Warmgang-EinhausungTüren und Dächer trennen kalte Zuluft von warmer Abluft.Rahmen, Türen und Dächer an der Rack-Reihe
FlüssigkühlungEin Kühlmedium nimmt die Wärme direkt am Rack oder Chip auf.Rohrleitungen, Verteiler, Leckageüberwachung

Ab Juli 2026 verlangt § 11 EnEfG von neuen Rechenzentren ab 300 kW einen PUE von höchstens 1,2, spätestens zwei Jahre nach Inbetriebnahme im Jahresdurchschnitt. Was der PUE-Wert misst

Verkabelung und Trassen

Strukturierte Verkabelung
Feste Strecken vom Hauptverteiler über Zonenverteiler zu den Patchfeldern im Rack.
Trassen
Kabelgitterrinnen und Glasfaserkanäle über den Racks, Strom und Daten getrennt, mit Reserve.
Dokumentation
Jede Strecke beschriftet, gemessen und im Plan verzeichnet.

Doppelboden im Rechenzentrum

Aufgeständerte Platten schaffen einen Hohlraum unter der Halle.

Wofür
Kühlluft, Stromkabel, Rohrleitungen und Erdung unter den Racks.
Worauf es ankommt
Tragfähigkeit für schwere Racks, exakte Nivellierung, dichte Durchführungen, Potentialausgleich.
Ohne Doppelboden
Die Racks stehen auf der Bodenplatte, Kabel und Luft kommen von oben.
Datenhalle im Ausbau: Doppelbodenplatten, ein Einhausungsrahmen mit Glastür, darüber Kabelgitterrinnen und gelbe Glasfasertrassen
Datenhalle im Ausbau mit Doppelboden und Einhausungsrahmen.

Brandschutz im Rechenzentrum

Die Norm DIN EN 50600-2-5 (Sicherungssysteme) behandelt auch den Schutz vor Bränden in Rechenzentrumsbereichen.

  • Früh erkennen

    Rauchansaugsysteme melden Rauch in Halle und Doppelboden sehr früh.

  • Löschen

    Gaslöschanlagen löschen ohne Wasser; alternativ Wassernebel oder Sprinkler.

  • Begrenzen

    Brandabschnitte, Klappen und Kabelschottungen halten Feuer und Rauch auf.

Dauer und Kosten

Planung, Genehmigung und Rohbau hängen vom Standort ab, einen Pauschalpreis gibt es nicht.

durch GDS Datacenter Solutions
4 bis 8 WochenFit-out einer Hyperscale-Datenhalle

Was die Kosten treibt

Leistung je Rack
Bestimmt Trafos, USV, Netzersatzanlage und Kühlung.
Redundanz
N+1 oder 2N, bei 2N jeder Versorgungspfad doppelt.
Kühlkonzept
Luft, Einhausung oder Flüssigkeit, dazu Abwärmenutzung.
Standort und Netzanschluss
Netzkapazität, Grundstück, Genehmigungen.
Lieferzeiten
Trafos, USV und Aggregate bestimmen oft den Zeitplan.

Fragen zum Rechenzentrumsbau

Wie lange dauert es, ein Rechenzentrum zu bauen?

Das hängt von Größe, Genehmigung, Netzanschluss und Lieferzeiten ab, eine seriöse Zahl gibt es erst mit dem Projekt. Den Ausbau einer Hyperscale-Datenhalle schließt GDS Datacenter Solutions in 4 bis 8 Wochen ab.

Was kostet es, ein Rechenzentrum zu bauen?

Einen Pauschalpreis gibt es nicht. Die Kosten folgen aus Leistung, Redundanz, Kühlkonzept, Standort und Zeitplan; ein belastbarer Preis entsteht erst aus Planung und Angebot.

Was unterscheidet Rohbau und Fit-out?

Der Rohbau (Shell & Core) liefert Gebäude, Technikräume und Anschlüsse. Der Fit-out baut darin die Datenhalle aus: Doppelboden, Trassen, Stromverteilung, Kühlung, Einhausungen und Racks.

Braucht jedes Rechenzentrum einen Doppelboden?

Nein. Ein Doppelboden lohnt sich, wenn Kühlluft oder Leitungen unter den Racks laufen sollen. Alternativ stehen die Racks auf der Bodenplatte, und Kabel und Luft kommen von oben.

Was unterscheidet USV und Netzersatzanlage?

Die USV versorgt die Last ohne Unterbrechung aus Batterien oder einer Schwungmasse. Die Netzersatzanlage, meist ein Dieselaggregat, braucht eine Anlaufzeit und übernimmt dann bei längeren Netzausfällen; bis dahin trägt die USV.

Wer koordiniert die Gewerke beim Ausbau?

Beim schlüsselfertigen Fit-out übernimmt GDS Datacenter Solutions die Koordination aller Gewerke, von der Planung über die Realisierung bis zur Abnahme und Übergabe, und betreut die Anlage auch nach der Inbetriebnahme.

Welche Effizienzvorgaben gelten für neue Rechenzentren?

Für Rechenzentren ab 300 kW nicht redundanter Nennanschlussleistung (§ 3 EnEfG), die ab dem 1. Juli 2026 den Betrieb aufnehmen, verlangt das Energieeffizienzgesetz (§ 11 EnEfG) eine Energieverbrauchseffektivität (PUE) von höchstens 1,2 und mindestens 10 Prozent wiederverwendete Energie, spätestens zwei Jahre nach Inbetriebnahme im Jahresdurchschnitt.

Wie GDS Datacenter Solutions hilft

Ehemals Gerull Kritische Systeme: Ausbau von Datenhallen, schlüsselfertig von der Planung bis zur Betreuung nach der Inbetriebnahme.

150+ Fit-outs, Sitz in Ergolding, Einsätze in ganz Deutschland.