Rechenzentrum bauen: Ablauf, Technik, Kosten
GDS Datacenter Solutions baut Datenhallen schlüsselfertig aus: 150+ Fit-outs deutschlandweit, von der Planung bis zur Betreuung.
Ablauf eines Rechenzentrumsbaus
Fünf Phasen, die sich teils überlappen.
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Planung
Leistung, Redundanz, Kühlkonzept und Netzanschluss legen fest, was gebaut wird.
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Rohbau (Shell & Core)
Gebäudehülle, Tragwerk, Technikräume und Anschlüsse. Am Ende steht eine leere, dichte Halle.
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Fit-out
Doppelboden, Trassen, Stromverteilung, Kühlung, Einhausungen und Racks machen daraus eine Datenhalle. Rechenzentrum-Fit-out im Detail
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Inbetriebnahme
Jedes System wird einzeln und im Verbund geprüft, unter Last und mit simulierten Ausfällen.
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Betrieb
Wartung, Prüfungen und Störungsbehebung, überwacht von einem Building Management System.
Stromversorgung und Notstrom
Vom Netzanschluss bis zur PDU im Rack, für hohe Verfügbarkeit redundant aufgebaut.
- Einspeisung
- Mittelspannung vom Netzbetreiber, Transformatoren und Niederspannungs-Hauptverteilung.
- Stromschienen
- Verteilen die Leistung über den Rack-Reihen; Abgangskästen versorgen die PDUs.
- USV
- Überbrückt Netzstörungen ohne Unterbrechung, statisch mit Batterien oder rotierend mit Schwungmasse. USV-Anlagen für Rechenzentren
- Netzersatzanlage
- Dieselaggregate übernehmen bei längerem Netzausfall; Probeläufe unter Last gehören zum Betrieb.
Kühlung und Luftführung
| Konzept | Prinzip | Im Ausbau |
|---|---|---|
| Luftführung | Umluftgeräte bringen kalte Luft über Doppelboden oder Raum vor die Racks. | Lochplatten, Blindplatten, dichte Kabeldurchführungen |
| Kalt- und Warmgang-Einhausung | Türen und Dächer trennen kalte Zuluft von warmer Abluft. | Rahmen, Türen und Dächer an der Rack-Reihe |
| Flüssigkühlung | Ein Kühlmedium nimmt die Wärme direkt am Rack oder Chip auf. | Rohrleitungen, Verteiler, Leckageüberwachung |
Ab Juli 2026 verlangt § 11 EnEfG von neuen Rechenzentren ab 300 kW einen PUE von höchstens 1,2, spätestens zwei Jahre nach Inbetriebnahme im Jahresdurchschnitt. Was der PUE-Wert misst
Verkabelung und Trassen
- Strukturierte Verkabelung
- Feste Strecken vom Hauptverteiler über Zonenverteiler zu den Patchfeldern im Rack.
- Trassen
- Kabelgitterrinnen und Glasfaserkanäle über den Racks, Strom und Daten getrennt, mit Reserve.
- Dokumentation
- Jede Strecke beschriftet, gemessen und im Plan verzeichnet.
Doppelboden im Rechenzentrum
Aufgeständerte Platten schaffen einen Hohlraum unter der Halle.
- Wofür
- Kühlluft, Stromkabel, Rohrleitungen und Erdung unter den Racks.
- Worauf es ankommt
- Tragfähigkeit für schwere Racks, exakte Nivellierung, dichte Durchführungen, Potentialausgleich.
- Ohne Doppelboden
- Die Racks stehen auf der Bodenplatte, Kabel und Luft kommen von oben.
Brandschutz im Rechenzentrum
Die Norm DIN EN 50600-2-5 (Sicherungssysteme) behandelt auch den Schutz vor Bränden in Rechenzentrumsbereichen.
Früh erkennen
Rauchansaugsysteme melden Rauch in Halle und Doppelboden sehr früh.
Löschen
Gaslöschanlagen löschen ohne Wasser; alternativ Wassernebel oder Sprinkler.
Begrenzen
Brandabschnitte, Klappen und Kabelschottungen halten Feuer und Rauch auf.
Dauer und Kosten
Planung, Genehmigung und Rohbau hängen vom Standort ab, einen Pauschalpreis gibt es nicht.
- durch GDS Datacenter Solutions
- 4 bis 8 WochenFit-out einer Hyperscale-Datenhalle
Was die Kosten treibt
- Leistung je Rack
- Bestimmt Trafos, USV, Netzersatzanlage und Kühlung.
- Redundanz
- N+1 oder 2N, bei 2N jeder Versorgungspfad doppelt.
- Kühlkonzept
- Luft, Einhausung oder Flüssigkeit, dazu Abwärmenutzung.
- Standort und Netzanschluss
- Netzkapazität, Grundstück, Genehmigungen.
- Lieferzeiten
- Trafos, USV und Aggregate bestimmen oft den Zeitplan.
Fragen zum Rechenzentrumsbau
Wie lange dauert es, ein Rechenzentrum zu bauen?
Das hängt von Größe, Genehmigung, Netzanschluss und Lieferzeiten ab, eine seriöse Zahl gibt es erst mit dem Projekt. Den Ausbau einer Hyperscale-Datenhalle schließt GDS Datacenter Solutions in 4 bis 8 Wochen ab.
Was kostet es, ein Rechenzentrum zu bauen?
Einen Pauschalpreis gibt es nicht. Die Kosten folgen aus Leistung, Redundanz, Kühlkonzept, Standort und Zeitplan; ein belastbarer Preis entsteht erst aus Planung und Angebot.
Was unterscheidet Rohbau und Fit-out?
Der Rohbau (Shell & Core) liefert Gebäude, Technikräume und Anschlüsse. Der Fit-out baut darin die Datenhalle aus: Doppelboden, Trassen, Stromverteilung, Kühlung, Einhausungen und Racks.
Braucht jedes Rechenzentrum einen Doppelboden?
Nein. Ein Doppelboden lohnt sich, wenn Kühlluft oder Leitungen unter den Racks laufen sollen. Alternativ stehen die Racks auf der Bodenplatte, und Kabel und Luft kommen von oben.
Was unterscheidet USV und Netzersatzanlage?
Die USV versorgt die Last ohne Unterbrechung aus Batterien oder einer Schwungmasse. Die Netzersatzanlage, meist ein Dieselaggregat, braucht eine Anlaufzeit und übernimmt dann bei längeren Netzausfällen; bis dahin trägt die USV.
Wer koordiniert die Gewerke beim Ausbau?
Beim schlüsselfertigen Fit-out übernimmt GDS Datacenter Solutions die Koordination aller Gewerke, von der Planung über die Realisierung bis zur Abnahme und Übergabe, und betreut die Anlage auch nach der Inbetriebnahme.
Welche Effizienzvorgaben gelten für neue Rechenzentren?
Für Rechenzentren ab 300 kW nicht redundanter Nennanschlussleistung (§ 3 EnEfG), die ab dem 1. Juli 2026 den Betrieb aufnehmen, verlangt das Energieeffizienzgesetz (§ 11 EnEfG) eine Energieverbrauchseffektivität (PUE) von höchstens 1,2 und mindestens 10 Prozent wiederverwendete Energie, spätestens zwei Jahre nach Inbetriebnahme im Jahresdurchschnitt.
Wie GDS Datacenter Solutions hilft
Ehemals Gerull Kritische Systeme: Ausbau von Datenhallen, schlüsselfertig von der Planung bis zur Betreuung nach der Inbetriebnahme.
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